Zugreise nach Helsinki (6): „Bye“

Obwohl wir erst um kurz nach sechs Uhr am Morgen in Sankt Petersburg ankommen sollen, ist bereits um fünf Uhr der ganze Zug auf den Beinen.
Die letzte Nacht habe ich – trotz der viel zu gut funktionierenden Heizung im Abteil – erstaunlich gut verbracht. Diesmal waren sogar ein paar Stunden Schlaf dabei. In aller Ruhe packen wir unsere Sachen und genießen den Ausblick auf die dunkle Stadt. Immer weiter rollen wir durch die grauen und tristen Vororte auf das Zentrum Sankt Petersburgs zu.

Als wir im Bahnhof Sankt Petersburg mit unseren Rucksäcken bepackt aussteigen, nimmt die lange Reise durch Deutschland, Polen, Belarus und Russland vorerst ein Ende. Die Sprach- und Verständigungsschwierigkeiten der vergangenen Tage haben uns einen unerwarteten Bekanntheitsgrad im Waggon eingebracht: als wir mit unseren Rucksäcken bepackt aussteigen, werden wir von allen Seiten verabschiedet. Die „Lehrerin“ wünscht uns eine gute Weiterreise. Der Zugbegleiter eine schöne Zeit in Sankt Petersburg und auch andere Fahrgäste rufen uns ein „Bye“ hinterher.

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