Weihnachten in Finnland

Nun, da Weihnachten schon fast vorüber ist, will ich ein paar Zeilen zum finnischen Weihnachtsfest schreiben. Dank der klimatischen Verhältnisse hat man mir immer zugesagt, dass der erste Schnee bestimmt vor Weihnachten kommt und weiße Weihnachten wären ja sowieso garantiert. Nunja, am Montag hatte es milde 8°C (wie auch schon die ganzen Tage zuvor) und der Blick aus dem Fenster richtet sich auf eine grüne, matschige Wiese …

Der Weihnachtsmorgen beginnt mit dem Reispudding „Joulu riisipuuro„. Wer die ganze Mandel in seiner Schüssel hat, dem wird besonderes Glück im kommenden Jahr unterstellt.

Am Mittag beginnt Weihnachten dann offiziell mit der Verkündung des Weihnachtsfriedens in Turku um 12 Uhr; die Geschäfte schließen um 13 Uhr und die Verkehrsbetriebe stellen um 14 Uhr jeglichen Betrieb ein.

Am Nachmittag ist es Tradition, Kerzen auf dem Friedhof anzuzünden, um den Verstorbenen zu gedenken. Am frühen Abend beginnen dann die Weihnachtsfeierlichkeiten innerhalb der Familie – meist mit einem gemeinsamen Saunagang. Das Saunabad nimmt in Finnland einen sehr hohen Stellenwert ein und so nimmt die ganze Familie am Saunieren am Heiligen Abend teil.
Nach der Sauna wird das Festmahl aufgetischt: Weihnachtsschinken mit süßen Erbsen, Möhren-, Kartoffel- und Steckrübenauflauf, der Rosolli-Salat und das süße Weihnachtsbrot; dazu finnisches Weihnachtsbier.
Zwischen Steckrübenauflauf, Pfefferkuchen, frisch gebackenen Weihnachtssternen und Weihnachtsglögi feiern dann die Finnen ihren Weihnachtsmann, den Joulupukki, der – als Krönung des Abends – an die Tür klopft und fragt „Gibt es hier artige Kinder?“
Der Joulupukki überreicht dann die Geschenke an die Kinder und wenn man vielleicht so zwischen 18:00 und 19:00 Uhr einen kleinen Abendspaziergang macht – so wie wir das getan haben – dann läuft er einem vielleicht über den Weg, der rot-weiße Joulupukki. Unseren erstaunten Blicken auf den eilenden Weihnachtsmann entgegnete dieser übrigens mit „Hyvää Joulua!“ – Fröhliche Weihnachten!

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