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Am gestrigen Dienstag fielen in diesem Jahr gleich zwei Feierlichkeiten zusammen.

Der „Runebergin päivä“ (Runeberg-Tag) wird jährlich am 5. Februar zu Ehren des „Nationaldichters“ Finnlands Johan Ludvig Runeberg gefeiert. Aus Runebergs Feder stammt u. a. der Text zur finnischen Nationalhymne.
Und da Runeberg gerne kleine Törtchen mit Mandeln und Marmelade gegessen hat, waren die „Runeberg-Trötchen“ (Runebergintorttu) gestern natürlich in allen Geschäften erhältlich.
Der gestrige Runeberg-Tag war auch für die Beflaggung in Finnland verantwortlich, denn der 5. Februar ist natürlich auch ein Flaggentag.

Außerdem gab es gestern – neben den Mandeltörtchen – noch eine andere Feierlichkeit. Wird in anderen Ländern Fasching ausgelassen mit Narren und Umzügen gefeiert, geht es in Finnland vergleichsweise ruhig zu.

Laskiaistiistai ist quasi der letzte Tag vor der Fastenzeit. Die traditionellen Aktivitäten sind Schlittenfahren und „Laskiaispulla“-Essen. Pulla ist ein typisch finnisches Hefegebäck und wird am Laskiaistiistai aufgeschnitten und mit Marzipan und/oder Marmelade und Sahne gefüllt werden.

Runeberg-Törtchen

Der sonst so schneesichere finnische Winter hat sich in den letzten Wochen und Monaten eher von seiner warmen Seite gezeigt. Frühlingshafte Plustemperaturen und nur ab und zu ein Schneeflöckchen – welches sich natürlich nicht lange auf dem warmen Boden hielt. In diesem Jahr gehörte bisher das Bild von tief verschneiten Landschaften leider nur zum nordfinnischen Alltag. Helsinki blieb von solchen Aussichten verschont.

Nun hat es aber doch kräftig geschneit. Die vergangene Nacht hat dem Hauptstadtgebiet um Helsinki etwa 20 cm der weißen Pracht gebracht und mit dem Schneefall kommt auch die Hoffnung, dass diesmal die weißen Landschaften etwas länger erhalten bleiben.

Denn Schnee ist in Finnland eigentlich fester Bestandteil der Wintermonate und bedeckt große Teile des Landes für fast vier Monate des Jahres. Im Norden beginnen die schneereichen Monate etwa Anfang-Mitte November und enden erst im Mai. Der Süden galt bisher (von diesem ungewöhnlich frühlingshaften Winter mal abgesehen) zwischen Mitte Dezember und Anfang April als „schneesicher“.

Dass bei den Eskimos und Samen 100 Wörter für Schnee existieren ist zwar ein Mythos (wie das Institut für allgemeine und angewandte Sprachwissenschaft in seinem Blog feststellt), dennoch kennen die Finnen eine ganze Reihe verschiedener Begriffe für Schnee: so beschreibt „pyryttää“ starken, wirbelnden Schneefall; „tuiskuaa“ den herumwirbelnden Schnee und „tupruttaa“ Schneeböen.

Auf keinem Markt oder Fest darf diese Wurst fehlen: die Makkara, die in Finnland so beliebt ist, dass sie oft als „Nationalgemüse“ bezeichnet wird. Makkara ist ein Muss nach der Sauna, auf Volksfesten oder einfach nur nachts an einen der zahlreichen Imbiss-Buden (die auch nur nachts geöffnet haben). Die Makkara ist mit der deutschen Bockwurst vergleichbar, wird aber hier ohne Brot und in einer kleinen Papiertüte gereicht.
An einigen Stellen (wie z. B. auf der Ausflugsinsel Seurasaari) besteht sogar die Möglichkeit die Makkara vor der Imbiss-Bude selbst zu grillen.

Und so wird die Makkara richtig gegessen: Senf (oder alternativ Ketchup) in die Papiertüte geben, die Wurst mit der mitgelieferten Serviette am Ende anfassen, in den Senf tauchen und essen … Guten Appetit!

Makkara grillen auf Seurasaari